Kosten & Rendite

Ferienwohnung als Kapitalanlage an der Nordsee – lohnt sich das?

Eine Ferienwohnung an der Nordsee ist beides: Urlaubsort und Geldanlage. Ob sich der Kauf lohnt, hängt weniger vom Bauchgefühl ab als von drei Zahlen – Kaufpreis, erzielbare Miete und laufende Kosten. Wer die kennt, kann seriös rechnen.

So rechnen Sie die Rendite

Die Bruttomietrendite ist die Jahresmiete geteilt durch den Kaufpreis. Bei 12.000 Euro Jahreseinnahme und 300.000 Euro Kaufpreis sind das vier Prozent. Von der Miete gehen aber noch Verwaltung, Reinigung, Instandhaltung und Leerstand ab – die Nettorendite liegt darunter.

Mit dem Mietrendite-Rechner spielen Sie verschiedene Auslastungen und Preise durch, bevor Sie sich festlegen.

Steuerlicher Vorteil

Wird die Wohnung ausschließlich vermietet und die private Nutzung ausgeschlossen, gilt sie als Kapitalanlage. Sie können Abschreibung, Finanzierungszinsen und laufende Kosten absetzen – und lösen in vielen Gemeinden keine Zweitwohnsitzsteuer aus. Details im Ratgeber Zweitwohnsitzsteuer bei Vermietung.

Die Risiken ehrlich betrachtet

Leerstand in der Nebensaison, unerwartete Reparaturen und der Aufwand für Reinigung und Schlüsselübergabe drücken die Rendite. Auch der Wiederverkauf hängt an Lage und Zustand. Eine Ferienwohnung ist selten ein Selbstläufer, aber in gefragten Küstenorten eine solide Ergänzung im Portfolio.

Häufige Fragen

Welche Rendite ist an der Nordsee realistisch?

Brutto sind je nach Lage und Auslastung grob drei bis fünf Prozent üblich. Netto bleibt nach Kosten weniger übrig. Entscheidend sind eine gefragte Lage und eine hohe Auslastung in der Hauptsaison.

Kann ich die Wohnung auch selbst nutzen?

Ja, aber dann entfällt der Status als reine Kapitalanlage. Das kann die Absetzbarkeit einschränken und in vielen Orten die Zweitwohnsitzsteuer auslösen.

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